SOFT RESISTANCE

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SOFT RESISTANCE #1
Die Darstellung der Digitalisierung, Stigmatisierung von Smartphones und ein politischer Einwand gegen digitale Enthaltsamkeit

Archivierung des Vortrags vom ersten SOFT RESISTANCE Abend, am 30.10.15 im Zentralcafé beim MV (ca. 45min.)

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Gegen digitale Enthaltsamkeit, für mehr Auseinandersetzung mit den Veränderungen die neue Technologien, insbesondere Smartphones und mobiles Internet uns im Alltag gebracht haben. Das Soziale, das Zwischenmenschliche ist von Technologie druchdrungen, wir spielen miteinander Cops, indem wir anderen vorschreiben wie sie ihre Geräte zu nutzen haben – no Selfies, keine Handyfotos auf Konzerten. Warum das unsinnig ist, wie das Soziale vom Technologischen durchdrungen ist, wann Facebook Telepathie einführen wird, und warum wir uns auch aus politischen Gründen für all das mehr interessieren sollten, das versucht EVE MASSACRE in einem Vortrag zusammenzudenken.

Vortrag mit Slideshow auf Youtube:

Nur Audiostream:

Download als Podcast:
MP3 high quality (320kbps – 108mb)
MP3 low quality (192kbps – 43.3mb)

SOCIAL RESISTANCE – ein neues Baby von eve massacre: Ein Abend zum Zuhören, Zusehen, Trinken und Reden – Salon eben. Mal ausprobieren. Soft Resistance versucht abendfüllend anregende Wissensvermittlung und kritische Gedanken rund um die sogenannte Digitalisierung mit Musik und anderen Kunstformen zu verbinden.Während die einen über Smartphone-Sucht, Social Media und selbstfahrende Autos schimpfen, und sich nach vermeintlich authentischeren analogen Zeiten sehnen, möchten andere die Intimität der dauernden Verbundenheit, die durch digitale Kommunikation möglich geworden ist, ebenso wenig missen wie AirBnB App und GoogleMaps. Digitalisierung durchdringt und beeinflusst immer mehr unserer Lebensbereiche. Wir wollen uns damit künstlerisch/musikalisch, sozial/politisch kritisch auseinandersetzen, sonst wird ja nie was aus dem fully automated queer luxury communism.
Das waren die Flyer:
https://instagram.com/p/9ZBdApCh-c/
Und ich hab auch an die Cookiewarnungen gedacht:

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Worum geht’s mir mit SOFT RESISTANCE? “Salon zu smarten Geräten, kritischer Kultur und melancholischen Geistern” hab ich es untertitelt, und so offen würde ich es auch gerne lassen. Trotzdem etwas mehr erklärt: Ich will das Thema der zunehmenden gesellschaftlichen Durchdringung von Digitalisierung über meinen Blog raus tragen, in einen Offline-Diskurs. Das öffnet mir noch mal einen anderen Blick und es findet – meines Wissens – in Nürnberg noch nichts ähnliches statt und das fehlt mir. Digitalisierung meine ich hier im Sinne der Verwendung von meist datenbasierten Services auf Smartphones und Computern zur Kommunikation, Information, Bildung, Unterhaltung, Überwachung, Kontrolle usw. Mich interessiert daran, was dadurch sozial, politisch, gesellschaftlich passiert. Soft Resistance stelle ich mir als einen Abend vor, der zwar aus einer theorieverliebten und politisch engagierten Ecke kommt (links und queer-feministisch muss ich, denke ich, nicht dazu schreiben, wenn ihr schon auf diesem Blog gelandet seid, ebenso wenig wie die Verbindung zur Musik), aber: ein Abend, der eine niedrige Einstiegsschwelle hat. Mehr Kneipe in die Theorie bringen, mehr Theorie in die Kneipe bringen. Ich will dass der Zugang gratis ist, freue mich aber über Spenden, denn es ist schon ganz schön arbeitsintensiv – das mag ich nicht leugnen. Ich will mit Soft Resistance Kunst, Musik, Theorie, Biertrinken und Politik verbinden, und Diskussionsräume öffnen. Künstlerische Performances von Gästen (dieses Mal war es WndHnd) und theoretisches lautes Nachdenken. Gefährliches Halbwissen. Offline und online.

Es gibt zahllose Themen, die mir für Soft Resistance einfallen:
– Social Media und gesellschaftliche Meinungsbildung
– gesellschaftliche Kontrolle durch datenbasierte Services, z.B. Smart Cities und Demokratie
– die Veränderung des öffentlichen Raums on- und offline
– Werbung als der Pick Up Artist des Internets (das ist ein Thema, an das ich mich schon lange mal setzen wollte)
– Sharing Economy und die Veränderung von Arbeit
und so weiter.

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