Olga Tokarczuk – Letzte Geschichten

Gerade habe ich Letzte Geschichten fertiggehört. Ich liebe Tokarczuks poetischen Umgang mit Sprache! Sie braucht eigentlich keine besondern Inhalte, ihr würde ich auch zuhören, wenn sie erzählt, wie jemand einen Apfel schält. Trotzdem wirkt sie immer besondere Geschichten ineinander: Hier sind es drei Frauenleben, drei Generationen. Raue Frauen, drei Getriebene, Rastlose, es geht um Flucht und Zuflucht, Weiterziehen und Begegnungen, Tod und Leben. Jede Frau in einem Moment der Krise und keine von ihnen besonders sympathisch, aber mit jeder säße ich jetzt gern für eine Weile an einer Theke in einer fremden Stadt und würde ihr einen Schnaps ausgeben, bevor sich unsere Wege wieder trennen.

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